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Wiederanlage von Versicherungsleistungen

Sinnvolle Alternativen zum Tagesgeldkonto nutzen

Bei vielen Versicherungsnehmern wurden und werden in Kürze kapitalbildende Lebensversicherungen fällig. Oft herrscht dann Verunsicherung in auf die Frage, wie man das Geld in der aktuellen Niedrigzinsphase anlegen soll. Egal ob kurz-, mittel- oder langfristig – wir zeigen Ihnen sinnvolle Anlagealternativen zu einem – in der Regel unrentablen – Verbleib des Auszahlungsbetrages auf dem Tagesgegeldkonto auf. Wer das Geld nicht für die Rückführung eines Darlehens oder für eine andere konkrete Investition vorgesehen hat, sollte sich dahingehend beraten lassen.   info_4

Zinsersparnis sinnvoll nutzen!

Bei Anschlussfinanzierungen eine höhere Tilgung vereinbaren

Natürlich wirkt sich das historische Zinstief positiv auf die Konditionen von neuen Darlehensvereinbarungen aus. Noch nie zuvor war es so günstig, geplante Investitionen über ein Bankkredit zu finanzieren – dieser Umstand fällt dem Darlehensnehmer besonders auf, wenn lang­jährige Zinsbindungen auslaufen und jetzt eine Anschlussfinanzierung für die Restschuld vereinbart wird. In der Regel liegt der aktuelle Zins in diesen Fällen weit unterhalb der Ursprungskondition. So wird es möglich, die monatliche Belastung deutlich zu reduzieren und mehr Liquidität für andere Lebensbereiche zu generieren.

Auch wenn es verlockend klingt, sich auf diese Weise mehr finanziellen Spielraum für andere Projekte zu schaffen, gibt es gute Gründe, die entstandene Ersparnis direkt in eine höhere Tilgung zu investieren. Einerseits verkürzt sich die Darlehenslaufzeit durch eine höhere Anfangs­tilgung, was zu einer Minderung der gesamten Zinslast führt, und andererseits können Sie das Zinsänderungsrisiko auf diese Weise erheblich minimieren: Je geringer die Restschuld am Ende des neuen Vertrages ist, desto weniger tangiert Sie die realistische Möglichkeit, dass das Zinsniveau zu diesem späteren Zeitpunkt wieder deutlich gestiegen ist.

Auch wenn Ihre Zinsbindung aktuell noch nicht unmittelbar ausläuft, gibt es unter Umständen schon jetzt die Möglichkeit, sich die derzeit günstigen Konditionen für die Zukunft zu sichern.

 

Rückerstattung von Bearbeitungsgebühren

BGH-Urteile zu Kreditbearbeitungsgebühren

Mit einigen Urteilen nahm der BGH bereits Stellung zu der Frage über den Umgang mit erhobenen Kreditbearbeitungsgebühren bei Verbraucher­darlehen durch die finanzierenden Banken. Seit Mai dieses Jahres steht nun fest: Kredit­bearbeitung ist Sache der Banken und keine Dienstleistung, die sie sich vom Kunden extra bezahlen lassen dürfen. Diese Gebühren sind daher zurückzuzahlen. Seit dem jüngsten Urteil vom 28.10.2014 besteht auch hinsichtlich der Verjährungsfristen Klarheit. Hier gilt ab 1. November 2014 eine 10-jährige absolute Verjährungsfrist. Das bedeutet, wurden die Bearbeitungsgebühren vor mehr als 10 Jahren erhoben (hier wird taggenau abgerechnet), besteht kein Anspruch auf Erstattung. Unter gewissen Umständen kann eine Fristverlängerung erwirkt werden – in der Regel haben Klagen nach mehr als 10 Jahren aber keine Aussicht auf Erfolg mehr. Auch für Darlehen aus den Jahren 2005 – 2011 ist Eile geboten, denn es ist nicht auszuschließen, dass die Instanz-gerichte die Kenntnis bzw. grob fahrlässige Unkenntnis in das Jahr 2011 verorten und für diesen Fall gilt eine 3-jährige Frist, sodass auch diese Ansprüche höchstwahrscheinlich zum 31.12.2014 verjähren. Sind Sie betroffen und haben in dem relevanten Zeitraum Kreditbearbeitungsgebühren gezahlt und wollen eine Rückzahlung erwirken, sollten Sie Ihren Fall noch dieses Jahr juristisch prüfen lassen und gegebenenfalls entsprechende Schritte einleiten. INFO_6