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Geförderte Beschäftigung eines Famulanten

Ein Praktikum, das sich für alle Beteiligten lohnt.

Mit der Änderung der Approbations­ordnung ist die Famulatur in einer Ein­richtung der haus­ärztlichen Versorgung ab dem 10.06.2015 ver­pflichtend. 4 Wochen soll das Praktikum mindestens dauern und kann bei Allgemein­arztpraxen, Kinder­ärzten und inter­nistischen Praxen ohne Schwerpunkt­bezeichnung durch­geführt werden. Die aus­bildenden Praxen müssen sich hierfür zunächst vom jeweiligen Landes­prüfungsamt anerkennen lassen. Attraktiv gestaltet sich die Famulatur besonders durch die För­derung durch die Kassen­ärztlichen Ver­einigungen, die Famulaturen mit bis zu 500 € „Taschengeld“ fördern. Die Aus­zahlung der Gelder erfolgt auf Antrag üblicher­weise auf das Honorar­konto des aus­bildenden Arztes und ist an den Famulus weiterzuleiten. Wir empfehlen, Art und Umfang der Tätig­keiten vorab schrift­lich festzuhalten. In der Regel wird der Famulus regulär in die Sprech­stunde mit eingebunden, nimmt an Haus­besuchen teil und wird ggf. bei Not­fällen (auch nachts) mit eingesetzt. Wenn der Studierende an Patienten­gesprächen teilnehmen soll, ist vorher das Ein­verständnis des Patienten einzuholen. Die Famulatur ist Teil des medi­zinischen Studiums. Daher ist der Studierende ist dieser Zeit gesetzlich kranken­versichert. Eine gesonderte Kranken­versicherung ist daher nicht nötig. Als Hilfs­kraft des Praxis­inhabers ist der Famulus über die Berufs­genossenschaft gegen Unfall versichert und in der Regel beitrags­frei in die Berufs­haftpflicht­versicherung des Praxis­inhabers eingeschlossen. INFO-3