Beiträge

Gesetzlich kran­ken­ver­sicherte Mediziner

Worauf kommt es im Rentenalter an?

Ob der gesetzlich krankenversicherte Mediziner im Ruhestand Zugang zur gesetzlichen Krankversicherung der Rentner hat oder als freiwillig versichertes Mitglied geführt wird, kann erhebliche Auswirkungen auf den zu zahlenden Beitrag haben. Unsere Erfahrung hat gezeigt, dass vielen Mandanten dieser Umstand nicht bewusst ist. Deshalb möchten wir im Folgenden kurz darstellen, worauf es bei der Einstufung ankommt.

Bei der Beurteilung ist ausschlaggebend, ob Sie Rentenansprüche gegenüber der Deutschen Rentenversicherung (DRV) haben.

Sollte ein Anspruch bestehen, können Sie als pflichtversicherter Rentner bei Ihrer gesetzlichen Krankenkasse eingestuft werden, sofern Sie weitere Voraussetzungen erfüllen. Aus Ihren Versorgungswerkbezügen müssten Sie in diesem Fall zwar auch Beiträge zur Kranken­versiche­rung entrichten – allerdings würden hier Einkünfte aus Zinsen und Vermietung unberücksichtigt bleiben.

Anders verhält es sich, wenn kein Rentenanspruch gegenüber der DRV besteht. In diesem Fall werden Sie als freiwillig versicherter Rentner eingestuft. Dann unterliegen sowohl Ihre Versorgungsbezüge als auch Ihre Miet- und Zinseinkünfte der Beitragspflicht.

In der Folge kann das bedeuten, dass auch im Rentenalter weiterhin der Höchstbeitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung bezahlt werden muss.

Für Privatversicherte spielt diese Thematik keine Rolle, denn hier richtet sich der Beitrag nicht nach der Höhe der Einkünfte.

 

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Circa 80 % der Pensions­zusagen in Deutsch­land haben er­hebliche Deckungs­lücken oder bergen hin­sichtlich ihrer vertrag­lichen Gestaltung juris­tische Fall­stricke. So sind z.B. viele Zu­sagen teilweise über Jahr­zehnte hinweg aufgrund fehler­hafter Formu­lierungen in den Ver­trägen formal un­wirksam oder in mangel­hafter Weise unter­finanziert. Die Finanzierungs­lücken erreichen je nach Leistungs­höhe schnell große sechs- bis sieben­stellige Größenordnungen. In vielen Fällen scheuen sich die Beteiligten aber vor einer umfang­reichen Begut­achtung. Dabei kann das böse Erwachen in unterschied­lichsten Situationen kommen. Nicht nur bei Renten­eintritt sondern auch bei einem Unternehmens­verkauf oder dem Generationen­wechsel, bei der Aufnahme neuer Gesell­schafter oder im Falle der Insolvenz sind Leistungs­zusagen gegenüber Gesellschafter-­Geschäfts­führern Risiken, die das Vorhaben erschweren oder gar unmöglich machen. Wir empfehlen daher unbedingt, die Ver­pflichtungen von einer unab­hängigen Stelle über­prüfen zu lassen. Die Kosten hierfür sollte man nicht scheuen. Dank moderner, zeit­gemäßer Lösungen ist eine „Heilung“ meist noch recht­zeitig möglich. So kann mit einer Neu­ordnung die Bilanz­optik erheblich verbessert, betriebs­fremde Risiken auf externe Versorgungs­träger ausgelagert und die Versorgungs­leistung planmäßig aus­finanziert werden. INFO-6